Kostenlose Masken für Tetraplegiker mit Assistenzbedarf

Die COVID19-Pandemie ist für viele Menschen mit Behinderung besonders gefährlich. Sie gehören zur Risikogruppe und müssen sich deshalb vor einer Infektion mit dem neuen Virus schützen. Obwohl die Versorgungssituation bei der persönlichen Schutzausrüstung inzwischen ein wenig entspannt hat, ist es immer noch schwierig, medizinisch hochwertige Mund-Nasen-Masken zu einem erschwinglichen Preis und in ausreichender Menge zu bekommen. Die European Spinal Cord Injury Federation (ESCIF) stellt nun Tetraplegikern mit Assistenzbedarf kostenlos solche Masken zur Verfügung. Wir sprachen mit Kevin Schultes von der FGQ, dem deutschen Vertreter in der ESCIF, über die Bereitschaft von Unternehmen, ein solches Vorhaben zu sponsern, den ideologischen Spagat einer solchen Spende und das Dilemma vieler Betroffener.
5. Mai 2020: Online-Protesttag für die Rechte behinderter Menschen

Um 14 Uhr startet heute anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung unter www.maiprotest.de eine bundesweite Online-Kundgebung als Livestream im Internet. Das diesjährige Motto lautet „Behinderung macht #UN-sichtbar”. Schon im Vorfeld hatte die Interessenvertretung „Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V.” (ISL) Betroffene und Aktivisten aufgerufen, Beiträge wie Reden und Videobeiträge für eine vielseitige Veranstaltung einzusenden.
„Physiotherapeuten und Patienten brauchen mehr Schutz“

Kaum eine Berufsgruppe arbeitet so nah am Menschen wie Physiotherapeuten. In Zeiten von Kontaktverbot und social distancing im Rahmen der Corona-Krise stellen sich deshalb sowohl bei den Patienten als auch bei den Therapeuten viele Fragen. Wir haben mit Sigrid Tscharntke darüber gesprochen, ob man derzeit noch physiotherapeutische Maßnahmen in Anspruch nehmen sollte, wie das konkret aussehen kann und was getan werden sollte, um die Situation zu verbessern.
„Jetzt geht es vor allem um die Grundversorgung”

Die Sanitätsfachgeschäfte gehören zu den wenigen Einrichtungen, die in Deutschland noch geöffnet haben. Was bedeutet es für die Betriebsinhaber und ihre Mitarbeiter, die Grundversorgung ihrer Kunden in solch einer Ausnahmesituation sicherzustellen? Dominik Meis, Chef des Sanitätshauses M+L GmbH im nordrheinwestfälischen Ochtrup mit 20 Mitarbeitern, gibt im MOBITIPP-Gespräch einen Einblick.
Sanitätshäuser: „Bitte nicht auf gut Glück kommen!"

Die Sanitätshäuser in Deutschland haben zwar bis auf wenige Ausnahmen geöffnet, dennoch ist die Verunsicherung von Menschen, die auf Hilfsmittel angewiesen sind, groß. In welchem Umfang ist eine Versorgung überhaupt möglich? Kann ich wie bisher einfach vorbeikommen? Gibt es vereinfachte Regeln? MOBITIPP fragte bei Alf Reuter, Präsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT) nach.
„Die Auto-Mobilität von Menschen mit Behinderung ist sichergestellt“

Die Corona-Krise trifft viele Menschen mit Behinderung und Senioren besonders hart. Mehr denn je sind sie auf das eigene Auto angewiesen, um einerseits ihren Alltag bewältigen und andererseits die offiziellen Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen einhalten zu können. MOBITIPP sprach deshalb mit Frank Rösner, dem 1. Vorsitzenden des VFMP e.V. darüber, ob behinderte Menschen sich um ihre Mobilität Sorgen machen müssen.
Corona-Virus: „Viele Betroffene unterschätzen das Risiko"

Das Corona-Virus beherrscht seit Monaten die Schlagzeilen und öffentlichen Diskussionen. Eine Risikogruppe findet dennoch viel zu wenig Beachtung: Die Menschen mit Behinderung und Vorerkrankung, für die eine Ansteckung lebensbedrohlich sein kann. Doch jeder kann etwas zu seinem Schutz tun! Uwe Stegemann, Vorsitzender des Sozialhummel e.V. lebt derzeit zum Beispiel trotz Vollzeitpflege in freiwilliger Quarantäne. MOBITPP hat mit ihm gesprochen.
Erik Machens: Ich denke in Wegen, nicht in Zielen

Mehrfacher Deutscher Meister, Europameister 2014, zweifacher Vize-Weltmeister, Vize-Europameister und zweifacher Bronzemedaillengewinner bei der Heim-WM 2019: Mit dieser (unvollständigen) Bilanz gehört der gebürtige Hannoveraner Erik Machens zu den erfolgreichsten Rollstuhltanzsportlern Deutschlands. Mit MOBITIPP hat der 36-Jährige, der von Geburt an mit einem „offenen Rücken” im Rollstuhl sitzt, über sein sportliches Erfolgsrezept gesprochen und darüber, ob wirklich jeder Mensch tanzen kann.
Sammelaktion: Dresdner will Deutscher Meister im E-Rolli-Fußball werden

Acacio Cossa hat sich ein hohes sportliches Ziel gesetzt: Mit den Power Lions, den Para-Rollstuhlfußballern vom SV Motor Mickten-Dresden e.V., will er die Bundesliga stürmen und seinem Team Deutscher Meister 2020/21 werden. Was ihm fehlt, ist ein leistungsstarker Elektro-Sportrollstuhl. Die Königsklasse ist der Strike Force, ein spezieller E-Fußballrollstuhl aus den USA. Um die Kosten dafür aufbringen zu können – rund 10.000 Euro – hat der 30-Jährige eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.