Vier Menschen im Elektrorollstuhl, ein Ziel: von London nach Turin in nur fünf Tagen. Nicht per Flugzeug, nicht im Auto, sondern nur mit Bus, Bahn und Fähre. Das war das Grundprinzip des Race Across Europe, einer außergewöhnlichen Mobilitäts-Challenge, organisiert vom schottischen Unternehmen Freedom One Life. Einige Teilnehmer nutzen im Alltag ein anderes Rollstuhlmodell. Für diese Reise stiegen sie auf die Series 5 um, die mit ihrer hohen Reichweite und robusten Bauweise zeigen sollte, dass sie dem Härtestest gewachsen ist.
Jede:r der vier Teilnehmenden reiste auf einer eigenen Route durch verschiedene Länder, mit individuell gewählten Umsteigeverbindungen, Zwischenstopps und täglichen Herausforderungen. Was sie verband: ein Series 5 Powerchair, eine gehörige Portion Abenteuerlust und die Bereitschaft, an Grenzen zu gehen – Ländergrenzen ebenso wie persönliche.
Kein Begleitfahrzeug. Kein Plan B.

Im Zentrum des Projekts stand die Frage: Wie weit kommt man als Elektrorollstuhlfahrer:in in Europa, wenn man sich auf das verlässt, was für alle funktionieren sollte: Bahn, Bus, Fähre, Zugänge, Tickets, Umstiege? Die Teilnehmenden waren an den Reisetagen jeweils auf sich allein gestellt. Einzige Konstanten: ihr Series-5-Rollstuhl, eine Fußgängerin beziehungsweise einen Fußgänger als Begleiter und ein Filmteam. Ziel des Rennens war nicht Geschwindigkeit, sondern die Reise selbst sowie kleine Aufgaben, die die Teilnehmenden unterwegs erledigen mussten, um so viele Punkte wie möglich zu sammeln.
Am Ende gab es einen offiziellen Sieger: Haydn Smith aus Wigan, der gemeinsam mit seinem Kollegen Alex Winstanley die meisten Punkte sammelte und sich das Preisgeld von 1.000 € sicherte. Doch Gewinner gab es am Ende deutlich mehr, denn alle Teilnehmer waren sich einig, etwas Einmaliges erlebt zu haben. Einige haben sich unterwegs sogar einen Lebenstraum erfüllt. Die Erfahrungen, Begegnungen und die Gewissheit, etwas geschafft zu haben, das viele für unmöglich hielten, wird für die Teilnehmenden, Organisatoren und Begleitenden unvergesslich bleiben.
Ein Film über Barrieren und deren Überwindung
Die begleitenden Filmteams sammelten mehr als 300 Stunden Filmmaterial während der Reise. Entstanden ist daraus ein 30-minütiger Film, der weit mehr ist als ein Urlaubsbericht – es ist ein Statement. Race Across Europe erzählt von unerwarteten Hindernissen und ungewöhnlichen Lösungen, von Selbstzweifeln, Grenzerfahrungen und einem ganz neuen Blick auf Mobilität.
Damit ist der Film auch ein Gewinn für alle Menschen (mit Behinderung), die ihn anschauen. Er macht Mut, auch mal etwas Außergewöhnliches zu wagen. Wie wichtig dabei das richtige Hilfsmittel ist, spürt man in jeder Szene.
🎥 Premiere auf YouTube: 27. Januar, 20 Uhr (MEZ)
Der Film Race Across Europe feiert am Samstag, 27. Januar 2026 um 20:00 Uhr (deutscher Zeit) Premiere auf dem YouTube-Kanal von Freedom One Life.
🔗 Hier geht’s direkt zum Film:
Race Across Europe – jetzt ansehen
Wenn ihr die Series 5 noch nicht kennt, schaut euch doch unser Review an.