Catharina König: Oft passieren kleine, feine Dinge

Die ausgebildete Sexualbegleiterin Catharina König bietet Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, erotische Gefühle mit einem Gegenüber in einem geschützten Raum zu erleben. Bei querschnittgelähmten Menschen, sagt sie, gehe es manchmal darum, eine Art neuer „Betriebsanleitung“ für den Körper zu entdecken. Häufig sind es aber auch schon ganz feine Berührungen, die bei ihren Klienten viel bewirken.
Reimar Deibert: Du wirst unglücklich sein, wenn du aufgibst

Reimar Deibert unterrichtet in Osnabrück am Gymnasium „In der Wüste“ Deutsch und Englisch sowie Werte und Normen. Seit einem Sprung in den See mit 17 Jahren sitzt er im Rollstuhl. Nach dem Abitur entschied sich Reimar Deibert für ein Lehramtsstudium. Der 36-Jährige war überrascht, als wir ihn für die Mutmacher-Reihe anfragten. Er habe trotz seines Unfalls viel Glück gehabt. Doch der Tetraplegiker hat auch eine gute Lebenseinstellung.
Christian Au: „Dolmetscher“ in Sachen Kostenübernahme

Christian Au, Anwalt für Sozialrecht, kennt das Thema Hilfsmittel und Kostenerstattung aus mehreren Blickwinkeln: Er war für eine große Krankenkasse tätig, bevor er sich mit einer eigenen Kanzlei in Buxtehude bei Hamburg selbstständig machte. Zudem ist er selbst Rollstuhlfahrer. Weil Christian Au komplizierte Sachverhalte super erklären kann, wurde aus dem geplanten Kurzinterview im Handumdrehen ein längerer Beitrag über die Kostenerstattung für Hilfsmittel durch die gesetzlichen Krankenkassen.
Frank Purk: Batman fürs Bein

Das Badebein mit Haifischmaul zieht in der Werkstatt von Frank Purk immer viel Aufmerksamkeit an. Das Ausstellungsstück ist eine frühe Arbeit des Orthopädietechnikers und Prothesendesigners. Aus dem Ausflug ins Kreative ist heute ein zweites Standbein geworden: In Hamburg-Wandsbek arbeiten Frank Purk und sein Team sowohl an der perfekten Passform von Prothesen und Orthesen als auch an Hilfsmitteldesign, das den Trägern Selbstvertrauen verleiht.
Melanie Heck: Reiterin mit Rollstuhl und einer Botschaft

Die Nienburgerin, die mit Spina bifida lebt, hat ihre Leidenschaft fürs Reiten schon als Dreijährige entdeckt. Heute ist sie 26 Jahre alt und führt auf Facebook den persönlichen Blog „Reiten trotz Rollstuhl“. Zum Team „Melly und Rocky“ gehört noch ihr Ehemann Marcel. Melanie Heck gibt Auskunft, wie sie sich ihren Traum zu reiten verwirklicht.
„Aufwärtstrend im barrierefreien Tourismus in Deutschland“

Strandrollstühle mit dicken Ballonreifen, Tandemtouren für blinde Radfahrer und Führungen in Gebärdensprache: Es hat sich hierzulande viel getan im barrierefreien Tourismus. Einer der Vorreiter ist die 2008 gebildete Arbeitsgemeinschaft Barrierefreie Reiseziele in Deutschland (AG). Zu deren Meilensteinen zählen barrierefreie Zugänge zu den Seen und zum Meer im Lausitzer, Ruppiner und im Fränkischen Seenland sowie in Rostock und Ostfriesland.
Bronislav Roznos: multifil identity – Tanztheater zur Vielfalt und Inklusion

Multifil − ein Fadenbündel, das sich aus mehreren kleinen zusammensetzt − inspirierte Bronislav Roznos dazu, sein freies, inklusives Tanztheater „multifil identity“ zu nennen. Ob mit oder ohne Behinderung, ob Profi oder Laie, ob mit oder ohne Migrationshintergrund: In ihren Performances zeigen die Tänzer durch Tanz und Bewegung, wie man individuelle Unterschiede überbrücken kann.
Acht Module für mehr Inklusion in der Sportjugend

Die Deutsche Sportjugend (dsj) und die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ) haben gemeinsam das Handbuch „Teilhabe und Vielfalt – Qualifikationsinitiative“ entwickelt. Es enthält Informationen und Materialien aus Theorie und Praxis, um Referentinnen und Referenten in den dsj-Mitgliedsorganisationen sowie in den Behindertensportverbänden bei der Planung und Umsetzung von Schulungen zu unterstützen.
Felitec: Entscheidungshilfen für den Kauf eines Elektroautos

Die Entscheidung für ein Elektrofahrzeug wiegt für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, doppelt schwer: Sie sind besonders auf ein jederzeit fahrtüchtiges Fahrzeug angewiesen. Um für seine Kunden Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln, hat Felitec-Chef Felix Liehr einen Renault Zoe für die Firma angeschafft, einige Umbauten vorgenommen und ihn mit seinem Team monatelang getestet.