Buchtipp: Wie Weltveränderung am besten geht

Raul Krauthausen

Angezogen von Bewegungen wie Fridays for Future wollen sich immer mehr Menschen für ihre gesellschaftlichen, sozialen oder ökologischen Ziele einsetzen. Dafür sind sie bereit, ihre Komfortzonen zu verlassen. Doch bewirken soll das Engagement natürlich auch etwas. Wie also kann man etwas bewegen? Der Inklusionsaktivist Raul Krauthausen und der Politikwissenschaftler Benjamin Schwarz geben in ihrem Buch Antworten und lassen dazu mehrere der bekanntesten Aktivistinnen und Aktivisten Deutschlands zu Wort kommen.

Wie Sie wieder zurück in den Beruf finden

Junger Mann im Rollstuhl arbeitet in einer Schreinerei

Für Menschen mit einer Behinderung durch eine Krankheit oder einen Unfall ist es oft nicht so einfach, einen Arbeitsplatz zu finden. Ein Beruf bietet oft aber auch Stabilität und externe Kontakte, die Halt und Zugehörigkeitsgefühl vermitteln und damit mehr ermöglichen als nur finanzielle Sicherheit. Besonders nach einem Unfall oder einer plötzlichen Erkrankung ist es nicht immer leicht, wieder im Beruf Fuß zu fassen, oder sich neu zu orientieren. Verschiedene Behörden, Ämter und Beratungsstellen helfen jedoch bei der Suche nach dem geeigneten Arbeitsplatz. Auch nach einem Unfall, der womöglich zu einer Behinderung oder Krankheit geführt hat, die länger als sechs Wochen dauerte, sind diese Anlaufstellen hilfreich. Wir zeigen Ihnen Wege auf, wo Sie Hilfe und Unterstützung erhalten können, an wen Sie sich wenden können und gibt Tipps, wie der berufliche Wiedereinstieg oder die Arbeitssuche gelingen kann.

Oliver Raach: „Ich gebe die Vorlage, damit andere ihre Tore schießen können”

Oliver Raach mit Carmen Würth im Porträt

Der Unternehmensberater Oliver Raach passt in keine der gängigen Schubladen. Nach einem Autounfall 2005, den er nur äußerst knapp überlebte, erkannte er in der Hilfe für Menschen mit Behinderung seine Lebensaufgabe. Vielseitig gebildet und ausgebildet schuf sich Oliver Raach sein eigenes Betätigungsfeld, in dem er sich unkonventionell und mit Leidenschaft bewegt. Ein Herzensanliegen ist dem 57-Jährigen, auch mobilitätseingeschränkte Menschen mit kognitiven Einschränkungen fit für den Führerschein zu machen.

Julia Schiedermaier: Die Chancennutzerin

Frau mit Prothesen sitzt im Rollstuhl auf einer Wiese vor einer Kirche

Als wir Julia Schiedermaier kontaktieren, ist sie mit ihrer Familie mitten im Umzug und voller Tatendrang. Im Februar 2019 wurde eine lebensbedrohliche Blutvergiftung (Sepsis) diagnostiziert. Als deren Folge verlor sie beide Unterschenkel und alle Fingerspitzen. Uns ist die 43-jährige Personalmanagerin aufgefallen, weil sie auf ihrer Webseite www.juliaschiedermaier.de offen über ihre Behinderung und den Umgang damit berichtet.

„Viele bürokratische Hürden sind menschenfeindlich“

Familie auf einer Wiese mit Baum rollstuhlfahrendes Kind

Die Corona-Pandemie hat in besonderer Weise körperlich- und mehrfach behinderte junge Menschen getroffen. Wir haben deshalb mit Christiana Hennemann, die bei der Fördergemeinschaft rehaKIND e.V. für die Öffentlichkeitsarbeit und Koordinationsaufgaben zuständig ist, darüber gesprochen, welchen Stellenwert Kinder für Politiker wirklich haben, warum man auch ohne Präsenzveranstaltungen hörbar bleiben muss und wie es nach der Pandemie weitergeht.

Elon-Musk-Firma Neuralink will bald Gehirnchips beim Menschen testen

Animation der Implantation eines Chips ins Gehirn

Mit seinem Neurotechnologie-Unternehmen Neuralink will Elon Musk Menschen durch Hirnimplantate bei Krankheiten helfen, – zum Beispiel bei Parkinson, bei Lähmungen und Schmerzen. Entsprechende Tests mit Gehirnchips hatte er bereits in den letzten Jahren angekündigt. Eine aktuelle Stellenanzeige nährt die Vermutung, dass solche Versuche jetzt konkret werden dürften.

„Ein Hilfsmittel muss man in die Hand nehmen und darüber sprechen“

Sanitätshäuser sind entscheidende Schnittstellen zwischen Herstellern von Hilfsmitteln und Menschen mit Behinderung. MOBITIPP fragte Alf Reuter, Präsident des BIV-OT, der in Deutschland mehr 2.500 Sanitätshäuser und orthopädie-technische Werkstätten vertritt, nach den Auswirkungen des pandemiebedingten Ausfalls der Fachmessen auf die Hilfsmittelversorgung von Patienten durch die Sanitätshäuser.

„Wenn wir uns verändern, werden wir in einigen Bereichen anders fähig“

Dr. Petra Bock als Porträt

Veränderungsprozesse gehören zu unserem Leben. Doch gerade, wenn sie durch heftige Krisen hervorgerufen werden, fällt es vielen Menschen zunächst schwer, sich auf die Veränderungen einzulassen. Wir sprachen deshalb mit der Bestsellerautorin, Managementberaterin und Pionierin im europäischen Life- und Business-Coaching Dr. Petra Bock über Notfallprogramme, den Entfaltungsmodus und die Lust an der Stunde Null.

Ausgabe „Mutmacher – Wege in ein neues Leben“ erschienen

Cover der Ausgabe MOBITIPP Mutmacher

Täglich müssen Menschen sich damit auseinandersetzen, fortan mit einer Behinderung zu leben. Für viele ist das ein Schock, für die meisten eine große Herausforderung. Der MOBITIPP „Mutmacher – Wege in ein neues Leben“ zeigt, dass eine Behinderung nicht das Ende eines zufriedenen und selbstbestimmten Lebens ist – sondern manchmal sogar erst sein Anfang.